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Fünfte und sechste Veranstaltung vom 12. und 13. Mai 2006: Erste Gehversuche mit Centra sowie Durchführen einer E-Moderation

Was waren die Inhalte der Veranstaltung?
Letzten Freitag Nachmittag und Samstag Vormittag fand das achtstündige Seminar zum Thema Web-Conferencing im GW-Labor des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen mit der eTrainerin Lore Ress statt.

Was ist eigentlich unter Web-Conferencing zu verstehen?
Wie schon Roman in seinem Blog aufgeführt hat, ermöglicht Web-Conferencing laut Wikipedia Anwendern, Gruppensitzungen oder Live Präsentationen über das Internet abzuhalten.

Mit der Software Centra haben wir sogleich den Einstieg in die E-Moderation gewagt. Folgender Screenshot zeigt die Programmoberfläche von Centra 7:



Über die Homepage vConference.de lässt sich Centra über das Webinterface problemlos starten; natürlich erst nach Eingabe eines gültigen Passwortes.

Im Folgenden möchte ich die Funktionalitäten dieser Software etwas näher anschauen.

Die Werkzeugleiste

  • Der Button Hand ermöglicht dem Sitzungsteilnehmer, Fragen an den E-Moderator zu stellen.
  • Mit Ja bekundet man seine Zustimmung.
  • Mit Nein bekundet man seine Ablehnung.
  • Die Schaltfläche Lachen kann bei einem Schmunzeln betätigt werden.
  • Mit Applaudieren spendet man dem E-Moderator 'virtuellen Applaus'.
  • Der Knopf Hinausgehen wird vom Sitzungsteilnehmer betätigt, falls er während der Moderation kurz seinen Arbeitsplatz am Computer verlässt.
  • Via Textchat können schriftliche Mitteilungen zwischen Moderator und den Moderations-Teilnehmern ausgetauscht werden.
  • Die Feedback-Funktion erlaubt den Teilnehmern, den E-Moderator während der Sitzung via diverser Presets ('ok', 'zu schnell', 'zu langsam' etc.) zu beurteilen.
  • Der Button Audio kann betätigt werden, falls Einstellungen zum Mikrofon und/oder den Kopfhörern vorgenommen werden sollen.
  • Falls Ganzer Bildschirm angeklickt wird, schaltet Centra auf 'Vollbildschirm-Modus' um.
Die Navigationsleiste

  • Der oberste Abschnitt der Navigationsliste unterteilt sich in Kopfhörerlautstärke-Regler und einen Mikrofonlautstärke-Regler.
  • Ein Klick auf die Schloss-Taste schaltet das Mikrofon des E-Moderators auf Dauerbetrieb. Alternativ kann auf die 'grüne Männchen-Taste' geklickt werden, um das Mic zu aktivieren.
  • Ein weiteres Feld gibt einen Überblick über die Teilnehmer der Moderationssitzung.
  • Zuguterletzt sieht man unter Agenda den Ablauf der Moderation. Die Folien, die gezeigt werden, können unter der Agenda strukturiert zusammengefasst werden.
Werkzeuge des Moderators
  • Mit Hilfe des Whiteboards kann der E-Moderator den Benutzern eine virtuelle Wandtafel zur Ideenfesthaltung, zum Zeichen etc. zur Verfügung stellen.
  • Die Funktion Application Sharing erlaubt dem Moderator, den Teilnehmern eine Applikation zur gemeinsamen Verwendung anzubieten.
  • Web Safari ist das gemeinsame Benutzen des Internet Browsers.
  • Umfragen bzw. Tests können vom E-Moderator zum Abfragen von Inhalten, Quiz etc. dienen.
Präzisierungen zu den einzelnen Funktionen können hier gefunden werden. Ferner ist ein Tutorial zu Centra 7 auf vConference.de abrufbar.

Was habe ich im Umgang mit der E-Moderationssoftware Centra gelernt?

Am ersten Veranstaltungstag hatte ich persönlich noch nicht die Gelegenheit, selber eine E-Moderation mit der oben erläuterten Software Centra durchzuführen. In einer Dreiergruppe konnte ich dennoch mit Irene als Gruppenmoderatorin und mit Lars als weiterer Teilnehmer einige Funktionen von Centra ausprobieren. Den Abschluss des ersten Veranstaltungstages bildeten einige Kurzpräsentationen zu den in den Kleingruppen erarbeiteten Ergebnissen, die von den jeweiligen Moderatoren der verschiedenen Gruppen gehalten wurde.

Am zweiten Veranstaltungstag bekamen wir die Aufgabe, eine PowerPoint-Präsentation vorzubereiten, um diese dann mit Centra zu moderieren.

Für eine konkretere Beschreibung der Problemstellung möchte ich auf meinen Kollegen Martin verweisen, der diese Aufgabenstellung in seinem Blog ausführlich beschreibt.

Nach einigen kurzen Infos von Frau Lore Ress zu ein paar grundlegenden Moderationstechniken, konnten wir mit dem E-Moderieren loslegen. Doch zuerst ging es noch darum, die erstellte PowerPoint-Präsentation in Centra einzubinden, was über das Konvertierungstool Agenda Builder erfolgte, um aus der PPT-Datei ein *.gif, *.jpg oder *.html File zu erstellen. Diese erstellte Datei wurde dann in das Moderationstool Centra eingebunden.

Ich hielt meine E-Moderation über das amerikanische Forschungsprojekt HAARP, welches ein Forschungsprogramm ist, das (gemäss offiziellen Angaben) zur Untersuchung der Polarlichter dient. Folgender Screenshot zeigt, wie die E-Moderations-Teilnehmer meine E-Moderation auf ihren Bildschirmen zu Gesicht bekommen haben:



Wie habe ich meine erste E-Moderation erlebt?

Etwas gewöhnungsbedürftig empfand ich den leeren Raum, in dem man ausgerüstet mit Laptop und Headset 'gefangen' ist und die E-Moderation zu seinem virtuellen Publikum hält. Gestik und Mimik seitens des Moderators fallen technikbedingt weg, wobei dieses 'Manko an sozialer Interaktion' vom Moderator durch gezieltes Nachfragen oder 'Überwachen' der einzelnen Teilnehmer wettgemacht werden muss. Gefallen hat mir dabei, dass sämtliche Interaktionsmöglichkeiten mit den Moderationsteilnehmern via Centra-Oberfläche möglich sind (vgl. Funktionsbeschreibung oben), jedoch der Umgang damit geübt werden muss, um eine Sitzung ansprechend zu gestalten. Meiner Ansicht nach habe ich diese E-Moderation mehr wie eine Präsentation vor Leuten gehalten, was sich im Nachhinein als mein grösster Anfängerfehler herausstellte. Durch geschicktes Nachfragen bzw. Nachhaken bei Unklarheiten hätte ich die Moderations-Teilnehmer noch stärker in den Moderationsprozess einbeziehen können, was die E-Moderation sicherlich noch spannender und verständlicher gemacht hätte. Dennoch konnte ich am Ende meiner Präsentation feststellen, dass etwas bei den Moderationsteilnehmern geblieben ist, da viele von ihnen den Abschlusstest mit Bravour meisterten. Wie ich ausserdem bemerken konnte, ist eine gewisse praktische Erfahrung für den E-Moderator, um eine spannende und lehrreiche E-Moderation zu halten, unabdingbar. Insbesondere fühlt man sich als Newbie etwas überfordert, da der E-Moderator zur gleichen Zeit etliche Dinge wie eine ansprechende Sprache, Präsentationsfolien, Chat-Modul, Feedback-Funktion etc. parallel miteinander bedienen muss. Dieses Multitasking hat mich persönlich etwas überbeansprucht, doch - wie aufgeführt - könnte ich dem durch etwas Übung Abhilfe schaffen.

Werde ich in Zukunft mit einer Web-Conferencing-Software arbeiten?

Für die studentischen Zwecke finde ich den Gebrauch einer Web-Conferencing-Software weniger angebracht. Erstens sind die Kosten einer solchen Software ziemlich hoch und zweitens können Studierende einfacher via Skype oder eines virtuellen Teamraumes kommunizieren. Deshalb bin ich der Ansicht, dass Web-Conferencing mehr im unternehmerischen Kontext genutzt werden sollte, da beispielsweise Geschäftspartner dadurch enorme Distanzen überwinden können und viel Geld und Zeit damit eingespart werden kann.

Ein paar Schlussbemerkungen zu diesem zweitägigen Seminar...

Generell möchte ich hier festhalten, dass dieses Seminar eine lehrreiche Erfahrung für mich gewesen ist. Sehr hilfreich für unseren Lernprozess habe ich gefunden, dass wir Teilnehmer alle Schritte immer selbst am Computer an unserem Arbeitsplatz durchführen konnten, was den Lernerfolg jedem Teilnehmer stets zu Gesichte führte. Nach diesem Seminar habe ich (endlich) nachvollziehen können, dass die Durchführung einer E-Moderation gar kein Zuckerschlecken ist, sondern etliche Fertigkeiten von einem guten E-Moderator abverlangt.
 
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wzwm2006  
Mimik und Gestik nicht wegfallen lassen
Wie ich auch schon bei Martin Köberl schrieb, die Zuhörer sehen zwar Mimik und Gestik nicht, aber achten Sie mal bei den Abschlusspräsentationen darauf: Man hört auch, was für ein Gesicht jemand macht, ob jemand aufrecht sitzt und lächelt, oder missmutig in sich zusammengesunken z.B. vorm Telefon sitzt. Also, durchaus mit lebendiger Mimik und Gestik (soweit das geht, z.B. wenn man einen Zweit-Moderator neben sich hat) eModerieren, das überträgt sich auf die Stimme.






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